Vera Jaspers begrüßte die Gäste, am Abend des 28.02.2026, im Scharwenkahaus und versuchte eine Brücke zwischen Xaver Scharwenka und dem Jazz in New Orléans zu schlagen. Das war keine einfache Sache.
Im Jahre 1891 zog Scharwenka für sieben Jahre nach New York. Er gründete dort sein zweites Konservatorium, das Scharwenka Conservatory of Music. Nach zahlreichen Konzert-Tourneen durch die USA und Kanada kehrte er 1898 nach Deutschland zurück. Die Orte, die er in Amerika besuchte, sind nicht bekannt. Scharwenkas kompositorisches Schaffen umfasst Klavierkonzerte, Klaviertrios und Klavierquartette, Sonaten und Tänze. Jazz war nicht dabei.
Der Künstler des Abends war Jan Luley, ein Pianist, Sänger, Komponist und kreativer Geschichtenerzähler. Er reiste mit seinem Publikum nach New Orleans,
natürlich nur in der Fantasie. Jan Luley erzählte kleine Geschichten vom damaligen Zeitgeist und der Vielfalt der musikalischen Einflüsse. Die Geburt des Jazz und die weitere Entwicklung der Musikrichtungen war eine komplizierte Angelegenheit. Viele Völkergruppen hatten daran Anteil.
Die Musik entführte die Besucher in eine exotische Welt, die mit Leben, Kraft, Energie und Spaß erfüllt war. Das Konzert war viel zu schnell vorbei. Meine Beschreibung dieser schönen Veranstaltung ist sicher mangelhaft und zu kurz. Worte reichen einfach nicht, um das Erlebte zu beschreiben. Der Künstler will Bad Saarow und das Scharwenkahaus wieder besuchen. Es gibt noch viele, schöne Musikstücke und auch Geschichten zu erzählen.
Jan Juley fragte nach dem Alter des Bechstein Flügels im Haus.
Dieses Instrument wurde von der Erbengemeinschaft Wolff gestiftet. Der Flügel von Carl Bechstein, Berlin; Typ A Nr. 43708 aus dem Jahre 1897, ist seit August 2010 im Besitz der Scharwenka Stiftung. Er wurde mit Hilfe von Spenden des Rotary Club Bad Saarow – Scharmützelsee restauriert.
Was ist eigentlich der Unterschied zwischen einem Klavier und dem Flügel?
Das Wort „Klavier“ ist ein Oberbegriff. Er beschreibt Instrumente, bei denen mittels Tasten kleine Hammer bewegt werden, die die jeweilige Saite anschlagen.
Der offensichtlichste Unterschied ist die Bauform der Instrumente. Aufgrund der kompakten Form sind die Saiten bei einem Klavier senkrecht-, bei einem Flüge dagegen waagerecht gespannt.
Bei einem Klavier werden die Hammer, die die Saiten anschlagen, durch verbaute Federn zurück in die Ausgangsposition gebracht. Bei einem Flügel passiert das automatisch durch das Eigengewicht der Hammer. Dadurch können die Tasten schneller hintereinander angeschlagen werden.
Beim Klavier sind bis zu 7 Tastenanschläge pro Sekunde möglich, beim Flügel bis zu 14 Tastenanschläge pro Sekunde.
Viele Künstler nutzen den Flügel auch für den nicht klassischen Bereich. Es wurden schon Pop-Balladen und Filmmusik über Blues und Rock bis hin zum Jazz gespielt. Das Instrument ist in vielen Musikstilen zu Hause und unverzichtbar für die Veranstaltungen.