Sontraud Speidel und Johannes Hustedt lernten sich als Kollegen an der Hochschule für Musik Karlsruhe kennen und schätzen. Sie genießen auch international ein hohes Ansehen und arbeiteten gemeinsam als Juror*innen bei verschiedenen Musikwettbewerben sowie in kulturpolitischen Gremien, bevor sie anlässlich des Clara-Schumann-Jahres 2019 zum Duo zusammenfanden. Ihre Beethoven-Interpretationen anlässlich seines 250. Geburtstags-Jubiläums führten sie 2020 zum Klassik-Label audite, bei dem sie eine Serie von mehreren CDs aufnehmen.
Zur Einrichtung der Werke der Gebrüder Scharwenka für Flöte und Klavier sagt Johannes Hustedt: „Die Gebrüder Franz Xaver und Philipp Scharwenka waren mir durchaus geläufig. Dank meiner geschätzten Kollegin und Duopartnerin Frau Prof. Sontraud Speidel wurde mein Blick für die wunderbare gehaltvolle Musik der beiden Komponisten erneut geschärft.
Der lyrische und gleichwohl in die Tiefe gehende Duktus ihrer Werke für Violine bzw. Violoncello und Klavier bietet sich förmlich für eine Interpretation auf der Flöte an. Bei den Veröffentlichungen zahlreicher Kompositionen für Violine oder Violoncello und Klavier im ausgehenden 18. Jahrhundert sowie im 19. Jahrhundert findet sich der Zusatz „Pour Violon ou Flûte“ oder „Pour Violoncelle ou Flûte“. Häufig erschienen ausschließlich die Streicherversionen mit Doppelgriffen und weiteren instrumentenspezifischen Zusätzen im Druck. Die Flötisten jener Zeit wussten dann genau, wie sie sich die Werke für ihr Instrument einzurichten hatten. Ebenso sind zahlreiche gedruckte Beispiele guter und stimmiger Übertragungen aus dem 19. Jahrhundert überliefert.
Die Flötenversionen der Violin- oder Violoncellostimmen habe ich gemäß dieser Tradition erstellt. So schließen die Werke der Gebrüder Scharwenka in bereichernder Weise eine Lücke im spätromantischen Repertoire für Flöte und Klavier.“
Sontraud Speidel zählt zu den international anerkannten Pianistinnen unserer Zeit. Bereits mit elf Jahren begann sie ihre Ausbildung an der Hochschule für Musik Karlsruhe bei Irene Slavin. Ihre Studien führten sie weiter zu Yvonne Loriod-Messiaen, Branka Musulin, Stefan Askenase und Géza Anda. Sie ist Preisträgerin zahlreicher Wettbewerbe, darunter der Internationale Johann-Sebastian-Bach-Wettbewerb in Washington D.C. und der Jackson Prize des Boston Symphony Orchestra. Weltweite Konzerttätigkeit, CD- und Rundfunkaufnahmen, Fernsehauftritte sowie Uraufführungen zeitgenössischer Werke prägen ihr Schaffen. Speidel ist Professorin an der Hochschule für Musik Karlsruhe, leitet das Piano-Podium Karlsruhe, ist Mitbegründerin der Konzertreihe Musikforum Hohenwettersbach und fördert mit dem Fonds Elisabeth Speidel junge Musiktalente. Sie wurde mehrfach mit bedeutenden Ehrungen ausgezeichnet, darunter das Bundesverdienstkreuz und die Ehrenmedaille der Stadt Karlsruhe.
Johannes Hustedt studierte in Bremen und Karlsruhe Querflöte und Musikpädagogik, absolvierte das Konzertexamen mit Auszeichnung und nahm an Meisterkursen bei Aurèle Nicolet, Alain Marion, Paul Meisen und András Adorján teil. Als Solist, Kammermusiker und Improvisator ist er weltweit aktiv, u. a. in New York, Los Angeles, Toronto, Bergen, Madrid, Warschau, Vilnius und Kiew. Hustedt ist Widmungsträger zahlreicher zeitgenössischer Werke und brachte viele Werke posthum zur Uraufführung, darunter Kompositionen von Max Reger, Felicitas Kukuck und Wolfgang Rihm. Er ist künstlerischer Leiter von „Mount Klassik“, dem größten Klassik-Open-Air-Konzert Baden-Württembergs, und gründete das Kunsthaus-Durlach, um Musik, bildende Kunst und Spiritualität unmittelbar erlebbar zu machen.
Lassen Sie sich von dieser inspirierenden Musikreise mit Meistern ihres Instruments begeistern!
Eintritt 19 €, für Personen unter 18 Jahren frei.
Die Bad Saarower Klavier- und Kammermusikkonzerte werden unterstützt von der

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