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Ein Kammermusikabend mit der Premiere des Scharwenka Ensembles

Das neu gegründete Scharwenkaensemble gibt seinen Einstand.

Sie nannten sich bisher „Familienangelegenheiten“, jetzt wollen Mitglieder der Streicherfamilie Heise-Glass aus Frankfurt (Oder) als Scharwenka-Ensemble öffentlich in Erscheinung treten. Ihren ersten Auftritt unter diesem neuen Namen werden sie am Sonntag, den 22. Februar, 18 Uhr, erstmals im Scharwenka Kulturforum Bad Saarow haben.

Seit mehr als zehn Jahren wird hier vom gleichnamigen Verein das Erbe der Brüder Xaver (1850-1924) und Philipp Scharwenka (1847-1917) gepflegt. Beide waren bekannte und erfolgreiche Komponisten und Musikpädagogen des 19. Jahrhunderts. Zum Kern des Scharwenka-Ensembles gehören die Gründerin Elisabeth Heise-Glass (Violine und Viola), ihre erwachsenen Kinder Clara Heise (Geige) und Constantin Heise (Violoncello) sowie die Pianistin Erika Le Roux. Allesamt sind vielfach ausgezeichnet und in renommierten Orchestern oder an Musikhochschulen engagiert. Elisabeth Heise-Glass gilt als eine der vielseitigsten Geigerinnen ihrer Generation. Neben ihrer Anstellung als Konzertmeisterin im Orchester der Deutschen Oper Berlin tritt sie als Solistin und Kammermusikerin auf. Sie sieht das Scharwenka-Ensemble als ein einzigartiges, klassisches Instrumentalensemble in wechselnder Besetzung. Mitglieder der Streicher-Familie Heise-Glass und die Pianistin Erika le Roux werden gemeinsam mit ausgewählten Freunden und Kollegen spielen.
Der ursprüngliche Name „Familienangelegenheiten“ sei zu beliebig geworden, erklärt Elisabeth Heise-Glass den Namenswechsel, außerdem stimme er nicht: Erika Le Roux sei zwar eine gute Freundin, aber kein Familienmitglied. „Die Stücke von den Scharwenkas liegen uns sehr am Herzen, auch in der Vergangenheit haben wir schon viel von ihnen gespielt. Uns bietet sich da ein großer Fundus von Werken für Streicher und Pianisten, aus dem wir uns bedienen können“, berichtet Elisabeth Heise-Glass. Für den Namen „Scharwenka“ spreche auch die räumliche Nähe zu den Wirkungsstätten der Brüder. Berlin sei ein wichtiger Ort ihres Schaffens gewesen und das Scharwenka Kulturforum in Bad Saarow war das Sommerhaus von Xaver Scharwenka, sein „Musenhaus“. Zudem sei die Namensveränderung eine weitere Möglichkeit, die beiden Scharwenka-Brüder zu ehren und weiter bekannt zu machen. Ein Anliegen, das auch der Scharwenka Kulturforum e.V. verfolgt. Eine Kooperation bietet sich förmlich an.  (R. Buder)

Das Scharwenka Ensemble spielt folgende Stücke:

Xaver Scharwenka (1850 – 1924)                   Serenade Opus 70 Für Violine und Klavier 

Philipp Scharwenka (1847 – 1917)                  Sonate Für Violine und Klavier

Dimitri Schostakovich (1906 – 1975)              Klaviertrio

Pause

Xaver Scharwenka (1850 – 1924)                   Klaviersolo 

Kaija Saariaho (1952 – 2023)                          Lullaby Für Cello Solo

Mstislaw Rostropowitsch (1927 – 2007)        Humoreske Für Cello und Klavier

Josef Suk (1874 – 1935)                                  Ballade op 3 Für Cello und Klavier

Xaver Scharwenka (1850 – 1924)                   Klaviertrio op 1 in fis-Moll, 1. Satz solo

 Fotos: Lucien Grandjean, Henry Mex, Simon Pauly, Björn Kadenbach, N. K. Otto, Pressefotos

Eintritt 19 €, für Personen unter 18 Jahren frei.


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