Ein Traum von Kammermusikkonzert

Das vorauseilende Versprechen eines unvergesslichen Konzertabends in der Programmankündigung hatte sich für die vielen Zuhörer am Abend des 28.03.26 voll erfüllt.

Der international renommierte Geiger Thorsten Rosenbusch (über 40 Jahre 1. Konzertmeister der Staatsoper Unter den Linden in Berlin) spielte äußerst virtuos, intensiv und wohl dosiert zart auf seiner Violine. Musikalisch begleitete ihn am Abend Dr. Eckart Möbius am Piano. Neben seiner Fähigkeit als Mediziner verbindet Dr. Möbius eine enge Zusammenarbeit mit dem Violinisten Rosenbusch und er erweist sich als vielfach gefragter Lied- und Instrumentalbegleiter am Piano. Die Ehefrau des Violinisten Rosenbusch führte die Zuhörer anhand kleiner Überleitungen und Anekdoten zu den Künstlern durchs Programm .

Das Motto des Kammermusikabends  „Lebens(t)räume“ haben die beiden Musiker in hervorragender Harmonie für die Zuhörer umgesetzt. Zu hören waren bekannte Klassiker von Peter Tschaikowski, Jules Massenet und Johan S. Svendsen, aber auch Violinwerke von aktuell selten gespielten Komponisten wie Francois Schubert oder Ferdinand Poliakin.

Die zu Beginn des Abends vorgetragenen Stücke „ Liebesleid“ und „Liebesfreud“ von Fritz Kreisler waren besonders dem älteren Publikum aus ihren Jugendjahren bekannt und vertraut. Sie wurden gleich in ihrer wunderbaren emotionalen Klangwelt besonders begeistert aufgenommen. Dazu erwähnte Frau Rosenbusch erläuternd, dass Fritz Kreisler durch seine zunächst anonym unter fremdem Komponistennamen mehr als 12 weltbekannte Kompositionen Skandale in der Musikwelt der damaligen Zeit (1875-1962) hervorgerufen hatte.

Ein weiteres Highlight des Abends folgte mit dem Musikstück „Der Kanarienvogel“ vom russischen Komponisten Ferdinand Poliakin (1861-1921). Nicht nur die hervorragende Komposition ließ für die Zuhörer das Zwitschern und Pfeifen des Kanarienvogels erkennen und zum Schmunzeln bringen. Das äußerst virtuose Spiel der Violine brachte die Klopf-, Pfeif- und Zwitschertöne des Vogels vollendet zum Ausdruck. Die Zuhörer waren begeistert.

Die anschließend vorgetragene „Meditation“ von  Jules Massenet (1842-1929) war eins der  aktuell recht populären Violinstücke. Die Zuhörer waren sehr angetan vom sehr zarten und einfühlsamen Spiel des Virtuosen.

Den offiziell letzten Vortrag des Abends bildete eine Violinsonate von Johann Sebastian Bach (von ausdrücklich für Violine komponierten insgesamt 6 Sonaten). Hierbei handelte es sich um eine besonders große musikalische Herausforderung für den Violinisten, die dieser höchst meisterlich vortrug. Der jubelnde Applaus war der äußerst verdiente Lohn für diese Spitzenleistung an der Violine.

Ilona Genschmar, zweite Vorsitzende des Vereins, bedankt sich für das wundervolle Konzert

Als Zugabe brachte das Künstlerduo einen mitreißenden typischen ungarischen Tanz zum Vortrag. Begeistert nahmen die Gäste Abschied von diesem sehr niveauvollen Klassikabend.

Eingangs des Abends hatte Ilona Genschmar die Zuhörer erneut auf die Spendenaktion zur Errichtung der neuen Gartenbühne aufmerksam gemacht und alle Zuhörer erneut um Spenden gebeten.

Bad Saarow, 30.03.26
Mechthild Winkler