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Große Klasse: Jumin Lee

24-jähriger Pianist spielte meisterhaft / Gäste nutzten letzte Chance, Ausstellungen zu besichtigen
Mit 24 Jahren ein Spitzen-Pianist: Jumin Lee.

Wer klassische Konzerte im Scharwenka Kulturforum besucht, der erlebt in der Regel Spitzenmusiker. So auch beim ersten Konzert in diesem Jahr am 25. Januar mit Jumin Lee. Der 24-jährige Süd-Koreaner war vor drei Jahren mit anderen Studenten der Hanns-Eisler-Musikhochschule, zu der das Scharwenkahaus einen engen Kontakt pflegt, zu Gast und wahrscheinlich einigen in sehr guter Erinnerung geblieben: Das Haus war ausverkauft, alle 60 Plätze waren besetzt. Jumin Lee, ausgebildet in Südkorea und Deutschland und vielfach preisgekrönt, entsprach allen Erwartungen. Im schwarzen Anzug, weißem Hemd und Krawatte bot der smarte junge Mann mit dem pechschwarzen, glänzenden Haar am glänzenden Bechstein-Klavier schon rein optisch ein ansprechendes Bild.

In der ersten Halbzeit spielte er Werke von Wolfgang Amadeus Mozart und Fréderic Chopin. Im zweiten Teil nach der Pause kamen Stücke von Claude Debussy und Maurise Ravel zu Gehör.

Ausverkauftes Haus, alle Plätze waren besetzt

Der junge Künstler spielte völlig ohne Noten, vereinte hochkonzentriert und voller Hingabe technische Brillanz mit musikalischer Tiefe. Sein Spiel war ausdrucksstark, nuanciert und von großer emotionaler Tiefe. Das Publikum fühlte sich mitgenommen und berührt, es war begeistert und applaudierte herzlich. Dann zum Schluss als Zugabe noch ein Stück von Xaver Scharwenka. Das wünscht sich der organisierende Verein von jedem Pianisten, um das Werk ihres Namensgebers bekannter zu machen. Jumin Lee kam diesem Wunsch nach und verabschiedete sich mit Bravur und dem Versprechen, wiederzukommen.

Vereinsvorsitzende Vera Jaspers dankt dem jungen Künstler herzlich und überreicht ihm eine CD über das Haus, den Verein und das Werk des Künstlers Xaver Scharwenka.

Unter den Besuchern waren auch dieses Mal wieder zahlreiche Stammgäste, aber es sind auch immer neue Gesichter zu entdecken. Petra Backhaus aus Frankfurt (Main), die zwei Mal im Jahr im Hotel Victoria absteigt, war das erste Mal im Scharwenkahaus. Cornelia Dittmer aus Berlin hatte ihre Enkelinnen Lillie (3) und Emilia (7) mitgebracht. Während das größere Mädchen dem Klavierspiel interessiert lauschte, fiel ihre kleine Schwester auf dem Schoß ihrer Großmutter bei der schönen Musik in einen tiefen Schlaf.

Letzte Chance: Die Konzertpause nutzten zahleiche Gäste, die Ausstellungen von Gertrud Zucker und die von Bad Saarower Persönlichkeiten anzusehen. Beide Expositionen werden in den nächsten Tagen abgebaut, um Neues schaffen zu können. Fotos: Ruth Buder

In der 20-minütigen Pause nutzten etliche Besucher die Möglichkeit, noch einmal die beiden Ausstellungen im Obergeschoss zu besuchen: Die Ausstellung mit Bildern von Gertrud Zucker aus Anlass ihres 90. Geburtstages und die seit Jahren hängende Bilderreihe Saarower Persönlichkeiten. Beide Ausstellungen werden in den nächsten Tagen abgebaut, um Neues aufzubauen und einzurichten.

Geschäftstüchtig: Sylvia Bergler preist den Quitten-Nektar an, der aus den Früchten aus dem Scharwenka-Garten hergestellt worden ist. Preis: 5 Euro – für köstlichen Genuss und einen guten Zweck.
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