
Einmal im Jahr lädt der Scharwenka-Vorstand Journalisten der Region zu einem Pressefrühstück ein. Auch diesmal war das Echo gut, Vertreter des rbb-Radios und Fernsehens waren gekommen, der Märkischen Oderzeitung und des Märkischen Sonntags. Zu Beginn informierte die Vorsitzende Vera Jaspers zur aktuellen Situation, lobte vor allem die ehrenamtlichen Mitstreiter, die das einzige Musikermuseum in Brandenburg am Laufen halten und vielfältige Veranstaltungen anbieten. 48 Frauen und Männer sind dafür aktiv unterwegs, in den vergangenen Monaten konnten 11 neue aktive Mitglieder gewonnen werden. Sie beweisen, dass auch im Ehrenamt teamorientiert und professionell gearbeitet werden kann. Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 5348 Besucher gezählt, die höchste Zahl, die seit Bestehen je in einem Jahr erreicht worden ist. 54 Veranstaltungen – mit Kartenspiel 66 – wurden angeboten. Zwar liegt der Schwerpunkt bei klassischen Konzerten, doch um ein breiteres Publikum zu erreichen werden seit dem vergangenen Jahr auch Salonkonzerte mit „leichterer Kost“ angeboten.
Ob die neue Bühne wie geplant noch in diesem Sommer eingeweiht werden kann, hängt davon ab, ob die Auszahlung der Mittel durch das Landesamt für ländliche Entwicklung zeitnah erfolgt, jetzt avisierter Termin ist Mitte Februar. Die Saison der Gartenkonzerte soll am 21. Juni eröffnet werden, dann müsste die neue Bühne fertig sein. Gelingt das nicht, müssen wir noch ein weiteres Jahr mit den alten Gegebenheiten leben. Sicher angelegt sind die Spenden der Bürger, die mit ihrem Geld den Bühnenbau unterstützen.

Vorgestellt hat sich während der Pressekonferenz Elisabeth Heise-Glass. Die Violinistin aus Frankfurt (Oder) ist dabei, ein Scharwenka-Ensemble zu gründen, das sich am 22. Februar im Scharwenka Kulturforum erstmals der Öffentlichkeit vorstellen wird. Lassen Sie sich überraschen! (Lesen Sie Näheres unter Veranstaltungen!)

Ilona Genschmar, stellvertretende Vereinsvorsitzende und Leiterin der Museumsgruppe, stellte die Erweiterung des Museumsbereichs vor. Im Obergeschoss wird am 18. Februar ein Bereich „Scharwenka PRIVAT“ eröffnet. Die Besucher können, bequem in Ohrensesseln sitzend, einem Feature über das Haus und Xaver Scharwenka lauschen oder mehr aus seinen Briefen erfahren. Die hat Wolfgang Scharwenka, der Urgroßneffe des Künstlers, aus der altdeutschen Schrift übertragen und eingelesen. Es handelt sich um ganz private Briefe Xaver Scharwenkas, die er an seine Töchter geschrieben hat und vor allem aus Bad Saarow und seinem Garten berichten. Wolfgang Scharwenka und Gäste der Lübecker Scharwenka-Gesellschaft werden der Eröffnung am 18. Februar beiwohnen.