Mit „Piano Night V.I.P.“ wurde für das Konzert von Kasia Wieczorek am 06.06.2026 im Scharwenkahaus geworben und gleich zu Beginn betonte sie, diese Bezeichnung V.I.P. passt doch auch für diesen schönen Ort, auch Bad Saarow ist ein V.I.P. -ein Very Important Place! Aber an dem heutigen Abend ging es um Very Important Persons sowie Vitalität, Inspiration und Leidenschaft.
Das Konzert war restlos ausverkauft, sehr viele hatten die Künstlerin bereits 2024 und 2025 erlebt und wollten sie unbedingt nun wieder hören. Besonders war an diesem Abend auch, dass von ihrer Familie der Ehemann, die beiden Söhne und ihre Schwiegereltern aus Polen mit dabei waren. Sie wollten die gefeierte Pianistin auch gern live in diesem kleinen intimen Rahmen erleben.

Mit ihrer fröhlichen charmanten Art führte Kasia Wieczorek wieder durch das Programm und erzählte zu allen Stücken kleine Anekdoten. Die Pianistin bewundert ganz besonders Mozart, sein Genie und seine zahlreichen Werke, die er trotz der wenigen Lebensjahre geschaffen hatte. Darum begann das Konzert auch mit diesem berühmten Komponisten. Zuerst die „Sonate KV 454“, danach das bekannte „Rondo alla turca“, auch als „Türkischer Marsch“ bekannt. Wer in den vorderen Reihen saß, konnte ihr extrem schnelles Fingerspiel auf den Tasten bestaunen.

In ihrem Repertoire fehlte auch nicht der ehemalige Hausherr, Xaver Scharwenka. Sie hatte ihn ja auch erst 2024 durch unser Kulturforum entdeckt und da erstmalig gespielt. Seitdem gehört Scharwenka häufiger zum Programm der Künstlerin. „Ich spiele ihn lieber mit Noten, wer weiß, vielleicht ist er doch noch hier und hört zu“. Die „Erzählung in Des-Dur op. 5“ mit einem Rahmen aus einer sanften Melodie und einem temperamentvollen Mittelteil ist ein sehr schönes Werk von ihm.
Scharwenka blieb dem romantischen Stil in der klassischen Musik treu, der von Chopin und Liszt geprägt war. Diese beiden V.I.P.s waren die nächsten auf der Programmliste. Das Publikum freute sich, bekannte kurzweilige Stücke wie z. B. Chopins „Walzer in F-Dur und in cis-Moll“ wieder zu hören. Die „Ungarische Rhapsodie“ von Liszt -leidenschaftlich gespielt- war das letzte Stück vor der Pause.
Danach ein Genre-Wechsel- wie schon bei ihren anderen Konzerten standen moderne V.I.P.s im Mittelpunkt: Glenn Miller, Andrew Loyd Webber, Charly Chaplin, tolle bekannte Melodien- alle durch die Pianistin meisterhaft mit Improvisationen interpretiert. Beim „Girl from Ipanema“ und bei Elvis Presley hatten sicher viele Lust, zu tanzen.
Selbstverständlich gab es für das begeisterte Publikum eine Zugabe. Aber zuerst wollten die beiden Söhne, 5 und 7 Jahre alt, ihrer Mutter ihre Bewunderung zeigen und überreichten Blumen.

Danke, liebe Kasia, für diesen wundervollen Abend, wir sehen und hören uns 2027 wieder!