Toll, was Ihr da wieder ausgesucht habt!

Heiße Rhythmen bei 35° und begeistertes Lob vom Publikum

An diesem besonders warmen Sonnabendnachmittag füllte sich der Kaffeegarten am Scharwenkahaus zunächst sehr viel langsamer, als an den Wochenenden zuvor. Aber alle Befürchtungen, dass es diesmal wenig Gäste gibt, konnte man dann bald vergessen. Das Konzert war sehr gut besucht, die Sonne und der Schatten rumgewandert, es wurde temperaturmäßig angenehmer. Kaffee und der leckere Kuchen waren wieder sehr gefragt, die Wahl fiel schwer bei den vielen Sorten. Um 16 Uhr ertönten dann die ersten Takte des Kurkonzerts.

Die Savoy Satellites aus Berlin gastierten zum ersten Mal im Scharwenkagarten. Ihre Musik ist vor allem dem Swing zuzuordnen, Titel aus den 30er und 40er Jahren, aber auch moderne Songs entsprechend umarrangiert wurden gespielt. Die Sängerin Siri Svegler aus Schweden hat eine tolle Stimme, und die Begleitung durch Jonas Müller (E-Piano), Fredi Gebhardt (Gitarre) und Heiko Grumpelt (Bass) war perfekt. Viele bekannte Songs erklangen, u.a. von Cole Porter, Benny Goodman.

„Stormy Weather“ gab es nun zum Glück in der Realität nicht, aber der Titel ist auch ein Klassiker und wurde hervorragend interpretiert.

„Bei mir bistu shein“ ist ebenfalls ein Swingstück, das 1938 durch die Andrew Sisters bekannt gemacht wurde. Das Original wurde 1932 für ein jiddisches Musical geschrieben. Elton Johns Lied „Crocodile Rock“ als Swing Fassung war eine schöne Überraschung. „Ain’t Misbehavin“-ein Jazzstandard aus einem Musical-von vielen bekannten Größen wie Billie Holiday und Louis Armstrong zuvor interpretiert-klang auch bei Siri Svegler ganz toll.

Sie stellte fest, dass eigentlich viele Songs aus dem Programm zum Tanzen geeignet sind und etliche aus dem Publikum mitwippten. Die Band tritt in Berlin und Umgebung oft zu Tanzabenden auf. Vielleicht lässt sich das beim nächsten Mal auch bei uns einrichten, meinte die Vereinsvorsitzende Vera Jaspers, die sich zum Abschluss mit kleinen Geschenken bei der Band bedankte.

Natürlich wurden Zugaben gespielt, wobei der „Mr. Sandmann“ das Publikum noch nicht zum Einschlafen bringen konnte, dafür waren alle viel zu sehr von diesen energetischen Rhythmen angeregt.

Am Ausgang gab es dann von den sehr beschwingten Gästen für die Auswahl des Programms wieder begeistertes Lob und Dankeschön für die Ehrenamtler!