Von Bach über Schubert bis Scharwenka und Chopin

Der junge Pianist Maximilian Szadziul war zum zweiten Mal zu Gast
Alle Pianistinnen und Pianisten, die im Scharwenka-Haus gastieren, lieben es, an dem wunderbaren Bechstein-Flügel zu spielen, so auch Maximilian Szadziul bei seinem jüngsten Auftritt.
Mit Applaus honorierten die zahlreich erschienenen Besucher den Auftritt des jungen Künstlers.
Ilona Genschmar vom Vorstand des Vereins Scharwenka Kulturforum moderierte den Abend und überreichte dem Gast zum Abschluss eine unverkäufliche CD mit einem Feature des Senders Deutschlandradio Kultur über die Geschichte des Hauses und des Vereins.

Unter den Liebhabern klassischer Musik ist das Scharwenka Kulturforum inzwischen eine angesagte Adresse geworden. Das Haus kann sich wegen der Vielfalt seiner angebotenen Veranstaltungen schon einer treuen Hörerschar erfreuen, die nicht nur direkt aus dem Ort kommt, sondern auch von außerhalb, wie beim jüngsten „Saarower Klavierkonzert“ aus Frankfurt (Oder).

Zu Gast war Maximilian Szadziul, schon zum zweiten Mal im Haus. Der junge Mann hatte ein Programm mitgebracht, das von Johann Sebastian Bach über Franz Schubert bis zu Frederic Chopin reichte. Natürlich hatte er auch – wie die vom Verein stets erbetene Referenz und zur Verbreitung seine Werkes  – ein Stück von Xaver Scharwenka im Gepäck: das „Scherzo in G-Dur, Op.4“.

Von Bach, dem berühmten Komponisten, Violinisten, Organisten und Cembalisten des Barock – von vielen Berufsmusikern als der bedeutendste Komponist der Musikgeschichte überhaupt bezeichnet – spielte Szadziul zum Auftakt das „Italienische Konzert“. Ihm folgten „Vier Impromptus Op. 90“ von Franz Schubert sowie besagtes Stück von Scharwenka.

Nach einer Pause bot der Pianist das von Frederic Chopin komponierte „Andante spianato und Grande Polonaise brillante op. 22“  sowie  die „Klaviersonate Nr. 3 in h-Moll Op. 58“. Der junge Mann erhielt viel Beifall für seinen Vortrag, wenngleich unter den Gästen manche ausgewiesenen Kenner und Könner der Klaviermusik einige schräge Töne in einzelnen Stücken heraushörten. Die Autorin dieser Zeilen agiert als Berichterstatterin – man möge ihr das nachsehen – fernab jeglicher Fachkenntnis von klassischer Musik. Allerdings  zuckte auch sie zweimal in einem Stück angesichts eines offensichtlichen Misstons zusammen. Letztlich aber waren die Besucher doch angetan vom Spiel des Pianisten, erklatschten sich eine Zugabe und konnten mit dem „Liebestraum Nr. 3“ von Franz Liszt im Ohr den Heimweg antreten.